Newsletter Jänner 16/2

Auf Schritt und Tritt

Teil 1. des Boden-Spezials


Heute gibt es bei mir den ersten Teil des Bodenspezials. Der Boden ist ausschlaggebend welches Gefühl du in deinem Zuhause haben möchtest. Nicht jeder Boden ist jedoch für jeden Anspruch geeignet. Ich erkläre die heute welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Materialien haben.

Ich beginne mit den wohl beliebtesten Belägen......

Parkett - der edle Klassiker

Bei Parkett handelt es sich um ein Produkt aus Holz, in der Regel aus Hartholz von Laubbäumen. Dabei unterscheidet man bei Parkett je nach Nutzschicht zwischen Massivparkett und Fertigparkett. Der Massivparkett besteht aus massivem Vollholz mit einer Nutzschicht, der Fertigparkett aus bis zu 3 Schichten, wobei nur die oberste Deckschicht auch Vollholz ist. 

Durch die unterschiedlichen Holzarten die verwendet werden können, gibt es so gut wie keine Einschränkungen in der Gestaltung. Jedes Parkett hat seinen eigenen Charme und seine spezielle Farbgebung. 

Parkett kann vollflächig verklebt (bei Fußbodenheizung notwendig) oder schwimmend auf dem Untergrund angebracht werden. Bei einer schwimmenden Variante sollte jedoch ein Abstand von ca. 1,5 cm zur Wand eingehalten werden und eine Trittschalldämmung zum Einsatz kommen. 

 

Nussparkettboden
Nussparkettboden

Vorteile:

  • verbessert Raumklima. Parkett hat die Eigenschaft Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, es wirkt also feuchtigkeitsregulierend .
  • hohe Wertigkeit. Gerade für Naturliebhaber ein absolutes Luxusprodukt.
  • Langlebigkeit. Der Holzboden kann mehrfach abgeschliffen und versiegelt werden.
  • Wärmeleitfähigkeit. Daher für Fußbodenheizung toll geeignet.
  • ökologisch und nachhaltig. Das Holz sollte aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammen. Das heißt, es wird nur so viel Holz dem Wald entnommen, wie auch tatsächlich nachwächst. Auch die Versiegelung durch Öle oder Wachse sind umweltfreundlich und gut für die eigene Gesundheit. 

Nachteile:

  • Gehgeräusche. Der Parkettboden überträgt leicht Schall und Trittgeräusche. 
  • Riss und Fugenbildung.
  • sehr teuer. Vor allem Massivholzdielen sind durch Zeit und Arbeitsaufwand sehr teuer. Hier kann man aber auf die Fertigparkett-Variante zurückgreifen - diese ist deutlich billiger. 
  • Abnutzung. Mit der Zeit bekommt der Boden Kratzer und nutzt sich ab. Um dem entgegenzuwirken, einfach die Möbel mit Filzgleitern bestücken.
  • höherer Pflegeaufwand. Parkett kann zwar schnell und einfach mit Besen oder Staubsauger gereinigt werden. Jedoch darf der Holzboden nicht zu feucht gewischt werden, da er ansonsten auf-quillt. Hersteller raten zu einem nebelfeuchten Aufwischen mit anschließendem Trockenwischen.

Laminat - der Bodenbelag mit den vielen Gesichtern

Der Laminatfußboden gehört mittlerweile zu den beliebtesten Bodenbelägen am Markt. Gut, günstig,pflegeleicht und seine große Auswahl an Dekoren zeichnen diesen Boden aus. 

Erfunden wurde Laminat in Nordeuropa, wobei Österreich und Deutschland noch immer an der Spitze der Produktion stehen. 

Was sich jedoch nicht abstreiten lässt: Die Bodenbeläge haben einen Kunststoffanteil und sind damit keine reinen Naturprodukte.

Die oberste Schicht des Laminats besteht aus Melamin, einer Art Kunstharz, die die darunterliegende Dekoschicht schützt. Unter dem Dekor befindet sich eine Trägerplatte aus Holz, entweder einer Spanplatte oder einer Holzfaserplatte. Unter hohen Temperaturen und Druck werden die Schichten zusammengepresst. 

Je nach Stärke und Oberflächengestaltung lassen sich günstige und teure Produkte unterteilen. Hier gilt: Je dicker desto robuster ist der Laminat und desto teurer sind die Paneele.

 

Laminatboden Holzstruktur Grau
Laminatboden Holzstruktur Grau

Vorteile:

  • sehr strapazierfähig. Ermöglicht durch die Kunstharzschicht, diese ist zudem auch noch stoß- und rutschfest.
  • günstig. 
  • leicht zu verlegen. Durch sein einfaches Klick-System, lässt sich der Boden in Eigenregie verlegen und genauso einfach auch wieder entfernen. Besonders für Mietwohnungen einen tolle Lösung. 
  • Designmöglichkeiten. Durch die digitalen Druckverfahren sind den Grenzen keine Möglichkeiten gesetzt. So kann man mittlerweile Laminat im Terrakotta Design oder mit grafischen Mustern kaufen. 

Nachteile:

  • Kunststoffanteile. 
  • Gehgeräusche. Der Laminatboden überträgt leicht Schall und Trittgeräusche. 
  • höherer Pflegeaufwand. Auch dieser Boden kann zwar schnell und einfach mit Besen oder Staubsauger gereinigt werden. Jedoch darf der Boden nicht zu feucht gewischt werden, da er ansonsten auf-quillt. 
  • Abschleifen nicht möglich.

Vinyl - der beliebte Kunststoffboden

Früher war Vinyl besser als PVC (Polyvinylchlorid) bekannt und hatte wegen seiner gesundheitsschädlichen Weichmachern einen schlechten Ruf.

Mittlerweile sind, so wie Laminatböden auch, Vinylböden gemäß der Norm DIN EN 685 Nutzungsklassen zugeordnet. Böden, die allerdings außerhalb der EU ihren Ursprung haben, brauchen sich an diese Norm nicht zu halten und enthalten meist noch die gefährlichen Weichmacher. Also Achtung beim Kauf.

Bei Vinyl handelt es sich um einen spröden, harten und thermoplastischen Kunststoff. Erst durch die Zugabe von Weichmachern, lässt er sich zu einem weichen, elastischen Bodenbelag verarbeiten. 

Erhältlich ist Vinyl als Vollmaterial oder mit einer Holzfaserplatte als Träger.

 

Vorteile:

  • einfach zu reinigen. Dank der glatten Oberfläche lässt sich Vinyl leicht absaugen als auch feucht wischen. Jedoch sollte man keine alkalischen Reiniger verwenden, da diese dem Boden den Glanz nehmen.
  • geräuscharm. Durch die Grundbeschaffenheit ist der Belag schon äußerst geräuschschluckend.
  • widerstandsfähig. 
  • Feuchtraum geeignet. Vinyl ist wasserabweisend und mit einem wasserfesten Kleber auch in Bad und WC einsetzbar. 
  • Designmöglichkeiten. Wie auch bei Laminat sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. 
  • geringe Höhe. Vor allem bei Renovierungen, um unter die Türschwelle zu gelangen, ein Vorteil.
  • leicht zu verlegen. Auch Vinylböden gibt es mit dem einfachen Klick-System.
  • antibakteriell. Deswegen vor allem für Allergiker gut geeignet.
Vinylboden Holzstruktur bedruckt
Vinylboden Holzstruktur bedruckt

Nachteile:

  • Kunststoffanteile.
  • Ökologisch bedenklich. Vinyl kann nämlich nur in Verbrennungsanlagen entsorgt werden und setzt dabei giftige Stoffe frei. 
  • geringe Höhe. Ja die geringe Höhe kann auch ein Nachteil sein. Denn der Vinylboden ist so dünn, dass der Untergrund keine Unebenheiten aufweisen darf. 
  • aufwendige Entfernung. Die Entfernung von vollflächig verklebten Vinyl ist sehr Zeit und Kraft-aufwendig.
  • druckempfindlich. Da dieser Boden sehr weich ist, können schwere Gegenstände den Boden eindrücken und deswegen leichter beschädigen.
  • hitzeempfindlich. So sollte vor allem unter und rund um einen Kamin kein Vinylboden verlegt werden. Einfach bei seinem Hafnermeister nachfragen.
  • Verfärbung. Vor allem durch Desinfektionsmittel möglich. 

Fliesen - haltbar und pflegeleicht

Ein Fliesenboden ist meist im Badezimmer, WC und in der Küche zu finden. Dies liegt daran, dass die Fliese eine gute wasserabweisende und leicht zu reinigende Eigenschaft aufweist. 

Fliesen nennt man keramische Wand- und Bodenbeläge aus Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug oder Terrakotta, die größer als 10/10 cm sind. Darunterliegende Formate nennt man Mosaik. Je nach Herstellungsverfahren und nachträglicher Bearbeitung der Fliesen unterscheiden sich deren Eigenschaften und mögliche Anwendungsbereiche.

Die besten Eigenschaften weisen unter den Fliesen die Feinsteinzeugfliesen auf. Sie können sowohl im Außen- als auch im Innenbereich eingesetzt werden. 

Der Begriff „Fliese“ wird auch für Naturstein, Glas, Teppich usw. genutzt, um Bauteile ähnlicher Form zu klassifizieren. 

Ein Fliesenboden im Wohnbereich kann eine ungemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Je heller die Fliese, um so steriler wirkt der Raum dabei. Deswegen sollte eine Verlegung im Wohnzimmer gut durchdacht sein.

 

Feinsteinzeugfliesen
Feinsteinzeugfliesen

Vorteile:

  • Langlebigkeit
  • Pflege leicht und hygienisch. Deswegen sind sie vor allem für Haushalte mit vielen Tieren geeignet.
  • Fußwarm. Fliesen haben die Eigenschaft, Wärme zu speichern. Deswegen können sie gut mit einer Fußbodenheizung verwendet werden. 
  • Naturmaterial. Da Fliesen aus Keramik - also Ton hergestellt werden. 

 

 

Nachteile:

  • Fußkalt. Je kälter der Raum, um so kälter die Fliese. Deswegen nicht für Räume ohne Fußbodenheizung geeignet. 
  • Härte. Ein gefliester Belag ist härter als ein Holzboden, deswegen bekommt man schon mal bei längerem Stehen auf dem Fliesenboden, Fußschmerzen. 
  • zerspringen. Fällt ein schwerer Gegenstand auf die Fliese, so kann diese schon mal zerspringen oder Teile absplittern. Daher sollten immer Ersatzfliesen im Hause sein. 
  • passen nicht zu jedem Einrichtungsstil.

So das war der erste Teil, in 2 Wochen folgt der nächste mit weiteren tollen Themen. Weiter geht es dann mit Teppichboden, Betonboden, Kork und Kunstharz. 

Bis dahin.......

deine StageBella

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