Newsletter Februar/1

Auf Schritt und Tritt

Teil 2. des Bodenspezials


Weiter geht´s mit vielen tollen Bodenbelägen. Ich hoffe der erste Teil hat dir schon sehr gut gefallen. Heute dreht sich im Bodenspezial alles um absolute Trendböden die im kommen sind. 

Dazu gehören neben Teppichboden (der sein Comeback feiert), dem Korkboden (ein absoluter muss für Naturliebhaber), dem Betonboden (ein Trendsetter) auch der Kunstharzboden (auf dem kann man alles machen). Viel Spaß beim Lesen.

Teppichboden - Gemütlichkeit und Wärme unter den Füßen

Der Teppichboden war über Jahrzehnte die Nummer 1 wenn es um Bodenbeläge gegangen ist. Jedoch hat er in der Vergangenheit stark an Beliebtheit verloren.

Schuld war hier, die bekannte Hausstaub-Allergie. Denn in seinem Material kann sich die Milbe ungehindert verbreiten. Da half leider auch kein Staubsaugen mehr.

Damit wich der Teppichboden, Beläge mit glatten Oberflächen die einfacher zu reinigen waren. 

 

Mittlerweile hat sich die Aufregung um dieses Thema wieder gelegt und die Nachfrage steigt wieder. Mit den neuen Erkenntnissen und Materialien sind Teppiche sogar besonders gut für Allergiker geeignet (Hier sind aber ausschließlich niederflorige Teppiche aus synthetischen Fasern gemeint, denn diese mag die Milbe gar nicht).

Die Flor-Höhe entscheidet wie flauschig der Teppich wirklich ist. Mit dem Flor legt man die Höhe der Teppichfaser fest, je höher die Faser um so kuscheliger auch der Teppich.

So unterschiedet man zwischen Kurzflorteppichen - Flor unter 1,5 cm, leichtere Reinigung,

                                                  Hochflorteppichen - Flor ab 1,5 cm bis 5 cm, Reinigung etwas komplizierter,

                                                          Langflorteppichen - Flor länger als 5 cm, aufwendige Reinigung.

Der Teppichboden kann aus Naturfaser (Sisal, Seegras, Jute ...) oder textilem Material wie Wolle oder synthetischen Fasern ( Nylon, Polyester Polypropylen) gefertigt sein. Auch Mischformen sind möglich. 

Der Teppich kann entweder vollflächig, teilweise oder nur an den Rändern verklebt werden. Bei allen Varianten sollte der Untergrund jedoch völlig plan sein.

Vorteile:

  • weiches Laufgefühl - Kuschelfaktor
  • rutschfest - damit auch eine geringere Verletzungsgefahr
  • fußwarm
  • schalldämpfend
  • leichte Verlegung

Nachteile:

  • pflegeintensiv - regelmäßiges Staubsaugen, Zwischenreinigung mit Pulver, Grundreinigung durch Profi mit Schaum
  • sehr empfindlich gegenüber Flecken und UV Licht - vor allem erhöhtes Fleckenrisiko bei Kleinkinder im Haushalt und auch für Haustierhalter ungeeignet
  • nicht für Allergiker - Hausstaub und Milben Befall möglich
Teppichboden
Teppichboden

Kork - die universal Baumrinde

Das Material Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Damit handelt es sich also um ein reines Naturmaterial mit höchstem ökologischem Wert.

Kork wird nicht nur als Korken für Weinflaschen verwendet, sondern im gesamten Bereich rund ums Wohnen. Neben Accessoires und Möbel findet man ihn eben als Bodenbelag in vielen Wohn- und Kinderzimmern wieder.

Kork wird klassisch als massive Fliese mit dem Untergrund verklebt und anschließend versiegelt. Hier geht der Farbton von natürlichem Honigton bis hin zu weiß, grau oder schwarz. Moderne Systeme werden wie Dielen mittels Nut und Feder ineinander geklickt und sind meist mit allen Mustern wie Holz oder Beton erhältlich.

Wichtig ist hier beim Kauf darauf zu achten, dass keine lösungsmittelhaltige Lacke für die Versiegelung verwendet wurden. Besser wären Harze und Lacke auf Wasserbasis. Am natürlichsten wird der Boden aber mit Ölen und Wachsen versiegelt.

Vorteile:

  • pflegeleicht - gelegentliches Wischen und Staubsaugen reichen aus
  • tritt- und schalldämpfend
  • Naturmaterial
  • ökologisch - für dessen Ernte wird kein einziger Baum gefällt und er ist vollständig recyclebar
  • antistatisch - damit gut für Allergiker und Asthmatiker, denn er nimmt weder Staub noch Milben auf
  • langlebig - kann abgeschliffen und neu versiegelt werden
  • wärme isolierend

Nachteile:

  • dehnt sich aus - auf eine ausreichende Dehnungsfuge achten!
  • bedingt für Fußbodenheizung - da Kork sehr wärme isolierend ist, sollte nur 4 mm starker Kork verwendet werden, im Winter (Heizungsperiode) müssen zusätzlich Luftbefeuchter eingesetzt werden, Planung unbedingt mit Heizungstechniker besprechen
Rinde
Rinde
Korkboden Natur
Korkboden Natur

Beton - der Trendboden

Viele viele Jahre wurde der Betonboden rein als Unterlage genutzt und von einer Vielzahl von Belägen wie Holz oder Fliesen völlig bedeckt.

Mit dem ist Schluss, denn der Betonboden liegt voll im Trend und erobert im Sturm die Wohnräume.

 

Beton ist ein Verbundwerkstoff aus Sand oder Kies, kombiniert mit einem Zementbindemittel wie Kalkstein oder Ton und wird zum Schluss mit Wasser vermischt.

Naturmaterial Beton ist nur bedingt richtig.

Denn durch die oben genannten Materialien, die in Fabriken durch hohe Temperaturen erhitzt werden und damit verschmelzen, entstehen hochgiftige Schwefelmetalle.

Diese werden unter großem Aufwand von den Industrien abgesaugt. In den Räumlichkeiten selbst gibt es jedoch keine gesundheitsschädlichen Stoffe mehr, da sie im Baustoff gebunden bleiben und nicht ausdünsten können.

 

Beton ist ein offenporiges Material und sollte für den Einsatz im Haus auch versiegelt werden.

Öle und Wachse erhalten zwar den natürlichen Charakter des Betons, sie bieten aber nur mittleren Schutz gegen Flecken und Dreck.

Für den Einsatz in Bad oder Küchen, werden dann oft synthetische Beschichtungen verwendet. Diese halten selbst Fett und groben Schmutz ab. 

Auch das Polieren ist eine gute Möglichkeit den Beton zu versiegeln. Hierbei entsteht eine glatte und glänzende Oberfläche die an Marmor erinnert.

Textur und Finish des Betonbodens werden je nach Betonart und Qualität, wie er aufgebracht wurde, sowie dem Polierprozess bestimmt.

Auch unterschiedliche Farben sind durch Zugabe von Farbpigmenten im feuchten Beton möglich.

Beton
Beton

Vorteile:

  • pflegeleicht - einfaches Staubsaugen und einmal pro Woche nass wischen
  • kostengünstig
  • stylischer Look - vor allem in Kombination mit hohen Räumen und viel Glas
  • für Innen und Außenbereich einsetzbar - im Außenbereich sollten aber spezielle Versiegelungen verwendet werden
  • nicht entflammbar

 

Nachteile:

  • Trocknungszeit - die Fertigstellung eines Betonbodens dauert meist mehrere Wochen
  • ökologisch bedenklich
  • kann im Wohnbereich sehr kühl wirken - deswegen sollten Betonböden mit anderen Naturmaterialien wie Holz, Leinen oder Fellen kombiniert werden

Kunstharz - der strapazierfähigeste unter den Böden

Kunstharzböden kennt man ursprünglich von Fabriken, Werkstätten oder Verkaufsgeschäften. Nun hält dieser Bodenbelag auch Einzug in unsere Wohnzimmer.

Kunstharz besteht aus zwei Teilen, die erst kurz vor der finalen Verarbeitung vermischt werden. Zum einen haben wir das Harz (setzt sich aus verschiedenen chemischen Substanzen zusammen)  und zum anderen haben wir den sogenannten Härter.

Diese beiden Komponenten bringt man direkt vor Ort zusammen und werden mittels Gussverfahren aufgetragen. Eine chemische Reaktion entsteht und die Viskosität des Harzes nimmt allmählich ab und der Boden härtet aus. 

Auch bei dieser Bodenvariante sind viele Designs durch Zugabe von Farbe oder Glanz möglich. 

Kunstharzboden im Wohnzimmer
Kunstharzboden im Wohnzimmer

Vorteile:

  • pflegeleicht - da keine Risse und Fugen vorhanden sind und der Boden absolut glatt ist
  • strapazierfähig und langlebig - unempfindlich gegen Kratzer, Säuren und Chemikalien
  • fugenloses Design - dadurch wirkt der Raum sehr Edel und auch größer
  • geringe Aufbauhöhe

Nachteile:

  • gesundheitsschädlich - bei nicht fachgerechter Verarbeitung ist Kunstharz gesundheitsschädlich, deswegen sollten alle Arbeiten nur von Fachfirmen durchgeführt werden, Verarbeitet ist das Harz jedoch völlig unbedenklich
  • Freisetzung von schädlichen Stoffen während Trocknungszeit - es sollte unbedingt auf ein Aufhalten oder sogar Übernachten im Wohnraum während der Trocknungszeit verzichtet werden!
  • Entfernung nur schwierig möglich - der Boden muss dazu mehrmals abgeschliffen werden
  • stark beißenden Geruch über einen längeren Zeitraum

So das war´s mit meinem Bodenspezial. Ich hoffe es hat dir auch heute gefallen und weiter geholfen. 

Bis bald !

deine StageBella

Auf meinem Blog informiere ich dich regelmäßig über die Themen rund um Home Staging, Wohnen und Einrichtung.

 

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