Newsletter Februar 2016/2

Wohnen mit dem richtigen Licht

Heute geht dir Wortwörtlich das Licht auf. Denn es dreht sich alles um die perfekte Ausleuchtung deines Wohnraumes.

Hast du dich auch schon mal gefragt wie viel Licht braucht eigentlich ein Raum und was bedeutet Lumen eigentlich. Ich starte mit grundlegenden Begriffserklärungen rund um das Thema Licht. Danach erkläre ich dir wie du dieses Licht für deine Wohnräume auch einsetzt um dich in deinen vier Wänden auch wohlzufühlen.

Auf jeden Fall sollte die Lichtplanung im Vorfeld bereits gut durchdacht werden um volle Wirkung zeigen zu können.

Luxusgut - Licht

Licht leitet sich aus dem lateinischen Wort "Lux" ab. Daraus entstand auch der Begriff Luxus. Damals waren nämlich Kerzen als Leuchtmittel um seinen Wohnraum auszuleuchten sehr teuer und daher nur den Adeligen vorbehalten. Also ein absoluter Luxusgegenstand. Du sieht schon, wie wertvoll Licht seit Urbeginn für den Menschen ist.

 

Dieses Bedürfnis nach Licht, auch nach dem untergehen der Sonne, ist also für den Menschen bedeutsam und lässt unseren Wohnraum erst richtig gemütlich werden.

Lichtgestaltung

 Bei der Lichtgestaltung unterscheidet man zwischen

Grundbeleuchtung - die einen Raum einfach und gleichmäßig hell erleuchtet. Diese muss in jedem Raum vorhanden sein.

Platzbeleuchtung   - verleiht durch optische Akzente dem Raum Atmosphäre. Diese muss zum Ausleuchten bestimmter Funktionsaufgaben eingesetzt werde.

 

Als Anhaltswert kannst du als Grundbeleuchtung in Wohnräumen wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer 100 lm/m² annahmen. In Funktionsräumen wie Küche oder Bad sollten es dann 300 lm/m² sein.  Die Grundbeleuchtung wird dann durch weitere Platzbeleuchtungen ergänzt. 

Diese Angaben sind jedoch nur Grundangaben und variieren je nach Einrichtungs - und Ausstattungsstil. So benötigt ein hell eingerichteter Raum weniger Licht als ein Raum mit dunklen Möbeln oder Farben. Denn je heller eine Farbe um so mehr wird das Licht reflektiert. Dunkle Töne absorbieren dagegen den meisten Teil des Lichtes.

Auch Oberflächen lassen das Licht unterschiedlich reflektieren. So wird das Licht von einem Glastisch weitaus mehr zurückgeworfen als von einem Holztisch.

Begriffserklärungen

Lumen oder Watt - was ist die besser Angabe?

Wer sich heute noch an den guten alten Wattwert eines Leuchtmittels hält, steht in der Zeit von LED´s im Dunkeln. Denn was wirklich zählt, ist der Lumenwert.  

Lumen (lm) ist die Maßeinheit für den Lichtstrom und somit der entscheidende Wert für die Helligkeit eines Leuchtmittels.

Doch wieso hat Watt keine Aussagekraft mehr?

 

Wenn du dir mal eine Verpackung einer LED Birne anschaust, so wirst du nur wenige Watt Zahlen darauf finden. Das hat den Grund, dass die LED Technologie nur mehr wenig Strom verbraucht und deswegen auch kein Bezug mehr auf die Leuchtkraft geschlossen werden kann.

Du kannst zur ersten Orientierung dir aber die Watt auch in Lumen umrechnen.

 


 Wattzahl x 10 = Lumenwert

Kalt oder Warmweiß - was hat das mit dem Licht zu tun?

Ob ein Licht gelblich - warm oder bläulich - kühl erstrahlt, ist abhängig von der Farbtemperatur. Sie bestimmt also die Farbigkeit eines Leuchtmittels.

Auf der Verpackung findest du es in Kelvin angegeben. Warme Farben von rot bis gelb befinden sich zwischen 2700 und 3300 K. Neutralweißes Licht also Weiß wie wir es auch als Farbe kennen, liegt zwischen 3300 und 5300 K. Tageslichtweiß, dass einen bläulichen Anteil hat, liegt über 5300 K.

In Wohnräumen sollte ausschließlich warmweißes Licht verwendet werden. Neutralweiß findet man z.B. im Büro oder Küche wieder, da es ein aktives Umfeld unterstreicht.

LED - sind derzeit in allen Munde, doch wo liegen die Vorteile?

LED (light-emitting diode ‚Licht-emittierende Diode‘) haben ein weites Spektrum an Einsatzgebieten in der Raumgestaltung. Sie können in unterschiedlichen Farben wie rot oder grün erstrahlen. Zudem erzeugen sie weitaus weniger Wärme wie ein anderes Leuchtmittel und können somit direkt in Materialien eingelassen werden. Auch sind sie umweltfreundlicher und wirtschaftlicher als alle Anderen. So kommt eine Wohnung mit eingebauten LED Spot´s in allen Räumen mit durchschnittlich 300 Watt aus. Im Gegensatz zu einer herkömmliche Glühbirne, wo bereits für einen Raum diese Watt Anzahl erreicht wird. Damit erspart man sich je nach Wahl der LED bis zu 85% Energie.

Auch ihre Lebensdauer sollte nicht außer acht gelassen werden, denn eine LED hält meist ein Leben lang.

Licht in den unterschiedlichen Wohnräumen

Wohnzimmer

Das Wohnzimmer dient vielen verschiedenen Tätigkeiten, wie Geselligkeit, Entspannung, zum Fernsehen und zum Lesen. All diese Bedürfnisse müssen mit unterschiedlichem Licht ausgeleuchtet werden.

Wichtig für die Geselligkeit ist eine Grundbeleuchtung, die alles gleichmäßig ausleuchtet.

Zum Entspannen sollten dann unterschiedliche indirekte Lichtquellen verwendet werden. In abgehängten Decken, schaffen Höhenunterschiede, Nischen die angestrahlt werden und indirektes Licht erzeugen. Auch ein einfacher Deckenfluter erfüllt diesen Zweck.

Um starke Kontraste beim Fernsehen zu vermeiden und damit die Augen zu ermüden, sollte eine blendfreie dezente Hintergrundbeleuchtung des Fernseher angebracht werden. Moderne Geräte haben dies bereits integriert.

Zum Lesen sollten die guten alten Steh - oder Tischleuchten verwendet werden. Damit kann man dem Raum auch nochmal eine Dekoratives Stück verleihen. Zusätzlich kann man noch Bilder oder andere Dekorationsstücke mit Leuchten in Szene setzten.

 

Wichtig bei der Gestaltung ist jedoch, auf unterschiedliche Zonen und auf Dimmbarkeit zu achten. Damit wird der Raum strukturiert und der jeweiligen Situation angepasst.

Esszimmer

Im Esszimmer sollte zusätzlich zur Grundbeleuchtung der Essbereich, also der Tisch gut ausgeleuchtet werden. Hier sollte man am besten Pendelleuchten verwenden, die sich in ihrer Höhe verstellen lassen.

Beachte hierbei, dass die Unterkante der Leuchte über der Augenhöhe hängt, um den Blickkontakt mit deinem Gegenüber nicht zu stören. Im Esszimmer solltest du auf farbiges Lichter verzichten, da die natürliche Farbgebung des Essens ansonsten verändert wird. Und das Auge isst ja bekanntlich mit.

Ganz schön kommen im Essbereich beleuchtete Vitrinen zur Geltung. Stell darin dein schönstes Geschirr und Gläser auf.


Küche

Die Küche erfordert eine helle Grundbeleuchtung kombiniert mit einer gezielt gesetzten Arbeitsflächenbeleuchtung. Am einfachsten bringst du LED Streifen unterhalb der Oberschränke an. Solltest du eine Kücheninsel haben, sollte die Beleuchtung auch hier wieder über Pendelleuchten erfolgen. Akzente können mit beleuchteten Glasoberschränken erzielt werden. Dies ist meist beim Küchenexperten vor Ort planbar. Auch eine Beleuchtung der einzelne Schubladen ist heutzutage bereits möglich. 

Bei Leuchten oberhalb der Herdplatte achte aber darauf, dass sie wegen des aufsteigenden Dunstes gegen Feuchtigkeit geschützt sind.

Badezimmer

 

Im Badezimmer sollten neben der hellen Grundbeleuchtung, Leuchten für den Spiegel verwendet werden. Entweder dahinter, daneben oder darüber montiert sollten sie ein blendfreies Licht zum Schminken oder Frisieren abgeben. Auch sollten kleine Lichtinseln zum Wohlbefinden geschaffen werden. So kann man z.B. mit eingelassenen Spots eine Badewanne beleuchten. Auch beleuchtete Regale mit schönen Dekostücken wie Muscheln sorgen für eine gute Stimmung im Bad.

Schlafzimmer

Auch das Schlafzimmer sollte eine bestimmte Grundbeleuchtung aufweisen. Daneben sollten Wand - oder Tischleuchten als Leselicht neben dem Bett verwendet werden. Am besten man verwendet schwenkbare Wandleuchten, da sie keinen platz am Nachttisch einnehmen und nicht runter fallen können. Der Schrank sollte mit speziellen Schrankleuchten ausgeleuchtet werden. Diese werden mit ca. 50-80 cm Abstand vor dem Schrank installiert. Hast du einen Schminktisch im Schlafzimmer stehen kannst du diesen mit sogenannten Hollywood-Leuchten in Szene setzten.

Damit wünsche ich dir helle aber auch mit dem neuen Wissen gemütliche Stunden in deinem Zuhause.

Bis bald!

deine StageBella

Auf meinem Blog informiere ich dich regelmäßig über die Themen rund um Home Staging, Wohnen und Einrichtung.

 

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