Newsletter März 2016/2

Bioethanol-Kamin

Der neue Trend, in Sachen Gemütlichkeit im Wohnzimmer, der mittlerweile auf jeder Messe zu sehen ist - heißt: Bioethanol Kamin.

Er hat zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Kaminen, birgt jedoch auch eine Gefahr in sich!

Welche Vorteile er hat und auf was du unbedingt achten solltest, erzähl ich dir heute in meinem Artikel rund um Bioethanol Kamine.

Bioethanol


Tja die meisten fragen sich wohl, was ist Bioethanol eigentlich?

 

Hierbei handelt es sich um Alkohol der aus Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrohr gewonnen wird. Durch das vergären dieser Rohstoffe entsteht Alkohol, wobei der flüssige Bioethanol zu rund 95% aus diesen pflanzlichen Rohstoffen besteht. Es gibt nämlich im Handel auch Pasten oder Gele zu kaufen.

Diese sind jedoch mit Zusatzstoffen versehen, was dazu führt, dass sie nicht geruchsfrei verbrennen.


Beim Verbrennen von Bioethanol entsteht weder Rauch noch Ruß, jedoch Kohlenstoffdioxid und Wasser. Welche Vor- und Nachteile dies bringt zeig ich dir später noch genau aufgelistet.

Bioethanol ist nicht gleich Bioethanol. So gibt es einige Anbieter die unreines Ethanol wie z.B. Tankstellenethanol (=mit Benzinanteil) vertreiben. Damit würden giftige Schadstoffe in die Luft gelangen. Achte also darauf wer es verkauft und woher es kommt.

Bioethanol kann schon bei Temperaturen um die 21 Grad ein leicht entzündliches und explosionsfähiges Luft-Gasgemisch bilden. Lass also deinen Ethanol-Behälter nie offen stehen.

Funktion des Kamins


Wie schon erwähnt wird ein Bioethanol Kamin mit Bioethanol betrieben. Mit Hilfe eines Trichters oder Messbechers wird das Ethanol in einen Brennbehälter (meist aus Edelstahl gefertigt) gefüllt und verbrennt dort. Beim Befüllen ist unbedingt darauf zu achten, dass der Kamin nicht mehr heiß ist. Lies in der Gebrauchsanweisung des Kamins nach, ab wann dieser Zeitpunkt erreicht ist. 

Zum Entzünden des Feuers sollte aus Sicherheitsgründen am Besten ein Stabfeuerzeug oder lange Zündhölzer verwendet werden. 

Der Ethanol Kamin darf max. 0,5 Liter Ethanol pro Stunde verbrauchen und ein Fassungsvermögen von mehr als 3 Liter Ethanol nicht überschreiten. Alles darüber hinaus, benötigt eine Genehmigung. 

Die Brenndauer beläuft sich, je nach Modell, üblicherweise zwischen 2,5 und 5 Stunden. 

Je nach Wassergehalt des Bioethanols erscheinen die Flammen unterschiedlich. Bei niedrigem Wassergehalt erscheint die Flamme bläulicher, bei höherem rötlicher.

Der durchschnittliche Gehalt liegt hier zwischen 1,5 und 3,5 Prozent.

Auch die Flammengröße kann ja nach Kaminmodell reguliert werden. 

Um die Flamme zu löschen, wird die Luftzufuhr unterbrochen. Jeder Ethanolkamin muss dazu eine integrierte Schließfunktion haben. 

DIN-Norm und TÜV


Da es sich beim Ethanol Kamin um eine offene Feuerstelle handelt, sollte auf jeden Fall beim Kauf eines Kamins auf Sicherheit geachtet werden.

Da am Markt sehr viele mangelhafte Angebote aus dem Ausland (vor allem China) zu kaufen sind, wurde 2011 eine DIN-Norm eingeführt. Die Norm 4734 soll die Qualität am Mark steigern und für mehr Sicherheit sorgen. So steht in dieser Norm beispielsweise: Die zulässige CO² Konzentration darf nicht überschritten werden.

Damit du dir jetzt sicher bist, den Kamin laut Norm auch zu kaufen, solltest du darauf achten, dass ein TÜV Zertifikat vorhanden ist.

Aber Achtung, nicht jedes TÜV geprüft ist laut Norm. Sicher sind die Zertifikate die das Institut von TÜV-Süd in München vergibt. Dieses Institut ist die größte feuertechnische Prüfstelle Mitteleuropas.

Vorteile


  • Preisgünstig - Der Bioethanol Kamin hat einen geringeren Anschaffungswert. 
  • keine Rußbildung
  • keine Rauchbildung
  • bauliche Unabhängigkeit. - Den Kamin kann man so gut wie überall im Raum platzieren. Wichtig sind dabei die richtigen Abstände zu brennbaren Materialien. Zudem kann man den Kamin beim Auszug einfach mitnehmen.
  • Erhaltungskosten geringer. So hat man beispielsweise bei einem Holzofen nicht nur die Kosten des Holzes auch der Schornstein muss regelmäßig gereinigt werden, was zu Zusatzkosten führt.
  • Platzsparend. Da kein Holz gelagert werden muss. 
  • sehr dekorativ

Nachteile


  • dient nicht als Zusatzheizung
  • entstehen von Kohelstoffdioxid und Wasser. Regelmäßiges Lüften beim Benutzen des Kamins ist erforderlich. Im schlimmsten Fall hast du eine Kohlenstoffdioxidvergiftung. 
  • erhöhtes Sicherheitsrisiko bei unsachgemäßem Gebrauch. (Erkläre ich dir gleich bei den Sicherheitshinweisen)
  • kein knistern

Sicherheitshinweise


  • Aufstellen: Achte darauf, dass dein Kamin einen guten Stand hat, um nicht kippen zu können. Halte auch den Sicherheitsabstand zu brennbaren und hitzeempfindlichen Materialien ein. Der beträgt meist ca. 1/2 Meter. Bei Wandkaminen lass dich über geeignete Tapeten beraten. 
  • Anzünden: Wie schon erwähnt benutze dazu ein Stabfeuerzeug oder lange Zündhölzer. 
  • Befüllen: Fülle NIEMALS Ethanol bei einem noch brennenden oder heißen Kamin nach!!! Denn ansonsten kommt es zu einer Verpuffung der Gase und zu einem Brand. Zudem gib nie mehr Ethanol in den Kamin wie vom Hersteller angegeben ist. 
  • Löschen: Zum löschen der Flamme benutze den dafür vorgesehenen Schließmechanismus. 
  • Lagerung: Verschließe das Gefäß mit Ethanol gut und bewahre es in einem Raum auf, wo es keine offene Feuerstelle gibt. Lagere nicht mehr als 5 Liter im Haus.
  • Ungeschick: Sollte mal etwas Ethanol daneben gelaufen sein, nimm ein trockenes Tuch zum Aufwischen und entferne es aus dem Haus. Sollte außerhalb des Kamin etwas zu brennen beginnen , lösche die Flamme sofort. Ideal sind hier Schaum-Feuerlöscher die besonders gut für Alkohole geeignet sind. Oder du legst dir eine spezielle Löschdecke zu. Wichtig ist jedoch, Lager diese Dinge in unmittelbarer Nähe. 

Lass deinen brennenden Ethanolkamin nie unbeaufsichtigt!

Wenn du diese Dinge beim Kauf und Gebrauch deines Bioethanol Kamins einhältst, wirst du lange eine Freude an deinem stylischen und günstigen Kamin haben.

deine StageBella

Auf meinem Blog informiere ich dich regelmäßig über die Themen rund um Home Staging, Wohnen und Einrichtung.

 

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